die kleine Oranienburger LG

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Nach einer kurzen und irgendwie unruhigen Nacht war ich wieder einmal viel zu früh wach.

Der Wecker klingelte pünktlich morgens um 6 Uhr und wie so oft fragte ich mich, warum ich mir das antue. Ich stehe ja gerne früh auf, aber manchmal…ja manchmal ist einen doch nach ausschlafen….vor allem dann, wenn man am Tage zuvor schon 36km gelaufen ist….

Trotzdem lies die gute Laune nicht lange auf sich warten. Es ging ab in die Küche um ein super Frühstück für die begleitenden Schildi WG Bewohner zu zaubern (Toast, Kaffee, Marmelade, Honig und Schokocreme)

Eine gute Stärkung vor einem Lauf kann schließlich nicht schaden.

Wie häufig gestaltete sich die Anreise problemlos, vor Ort gibt es ausreichend Parkplätze und freundlich fleißige Helfer sorgen für flüssiges Einparken. Auf dem Weg zur Startnummernausgabe,  wir gehörten wieder zu den ersten Läufern, die ihre Startnummern in Empfang nahmen,   wehte uns ein frischer Wind entgegen. Doch der Himmel riss immer mehr auf und die Temperaturen stiegen im Laufe des Vormittags weit über den Gefrierpunkt, die Sonne schien und der Frostwiesenlauf wurde zum Frühlingslauf…….

Die Organisation war wie gewohnt sehr professionell. Zur Auswahl standen drei Strecken (10, 20, 30 km). Die Schildis waren auf allen Strecken vertreten. Pünktlich 11:00 Uhr setzen sich die Läufer und Walker in Bewegung. Da ich mit meinem Hund von ganz hinten startete, dauerte es gute 10 Minuten, bis ich die eigentliche Startlinie überquerte….. und es dauerte gut weitere 4 bis 5 Kilometer bis sich das Feld so auseinanderzog, dass ein normales Laufen möglich war.

Der Lauf führte durch die schöne Landschaft des Spreewaldes, links und rechte waren hauptsächlich Felder und Wiesen zu sehen, Kühe und Schafe schauten zu uns rüber und ab und zu konnte man ein paar Rehe hüpfen sehen.

Das Wetter spielte auch gut mit. Die Sonne strahlte die ganze Zeit und es war nicht so kalt wie erwartet. Zwar hatten wir auf einem Teil der Strecke mit einem unangenehmen Gegenwind zu kämpfen, aber auch das sollte keinen der Läufer aufhalten.

Bei Kilometer 7,5 gab es einen Verpflegungstand, an dem man sich an Wasser, Glühwein, Gurken und anderen Leckereien bedienen konnte. Ich lief aber vorbei, da ich mich wirklich gut fühlte. Ich hatte ein angenehmes Tempo (Pace so um die 4 bis 5 min) gefunden, was zwar keine Bestzeit nach sich zog, aber darauf war ich an diesem Tag ja auch nicht aus.  Der Frostwiesenlauf ist ein Lauf ohne Zeitmessung und damit ohne Platzierungen. Viele Läufer machten einen sehr entspannten Eindruck und schienen gut gelaunt zu sein. Viele liefen zusammen und haben den Lauf anscheinend als verquatschten Trainingslauf, oder so wie ich, zum Fotografieren, genutzt. Generell war die Stimmung sehr gut und entspannt.

Auch die Sonne tat ihr Bestes und konnte den frischen und teilweise heftigen kalten Wind etwas entschärfen……

Die Strecken waren vorbildlich markiert und Streckenposten gab es auch ausreichend. Die Strecke führte hauptsächlich über Nebenstraßen und Feld-/Wanderwege. Unterwegs gab es genug zu Futtern und zu Trinken. Es sollte auch Glühwein im Angebot gewesen sein, leider habe ich keinen gesehen und mich auch nicht getraut etwas zu sagen.  Meine Lena bekam überall ein paar Streicheleinheiten, viele liebe Worte und immer wieder Wasser….es gab also für mich nichts zu Meckern.

Der Lauf war wirklich toll und  sicherlich werden die Schildis im nächsten Jahr wieder an den Start gehen. Den Lauf als Start in die Saison kann man wirklich sehr empfehlen.

Den Schildis hat es wieder viel Spaß gemacht.

Besten Dank den Organisatoren und den vielen Frostwiesen-Helfern.

 

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Nach dem Lauf trafen wir  Gerhard Adolph genannt ADDI, der sich liebevoll um meinen Hund gekümmert hat…. 🙂

 Seinen Geburtstag und Geburtsort sollte man nicht vergessen: 20.09.1937 in Halle!

Unermüdlich moderiert er die Läufe im Spreewald und nur die Älteren kennen ihn noch aus ihrer DDR  Kindheit!