die kleine Oranienburger LG

Bilder zum >Totenkopfmarsch 2012< findet ihr hier

 

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Totenkopfmarsch: 100km Strapazen für ein lauwarmes Bier

Belgien / BORNEM: die Belohnung für 14 Stunden Gewaltmarsch ist überschaubar spektakulär…. aber ausgefallen…. denn im Ziel warten auf die Absolventen des Dodentocht-Marschs – dem Totenkopfmarsch – durch Belgien, als Lohn für ihre Strapazen, ein lauwarmes Bier und Obst aus der Südsee 🙂

Der Totenkopfmarsch führt durch drei belgische Provinzen – vorbei an Land und Leuten.

Rund 9500 Teilnehmer waren am Start, als der Marsch angeschossen wurde.

Das Feld bestand aus Wanderern, Läufern und Soldaten aller Altersklassen aus ganz Europa. Um 21 Uhr ging’s auf die Strecke – und durch die gesamte Nacht begleiteten die Läufer Partys der Marsch-Anwohner. „Die Stimmung war unglaublich“und trotzdem: Auf den langen, einsamen Wegen zwischen den feiernden Ortschaften meldete sich der Schlafentzug. Nullpunkt reihte sich an Nullpunkt. Die Gespräche unter den Marschierern verstummten.

Ich joggte….so gut es ging….Mit Erfolg.

Schon gegen 10 Uhr, ich war  bei Kilometer 85 angekommen, berichteten Sprachkundige, das die Hitze ihre Opfer forderte. Mehrfach mussten Läufer und auch Wanderer mit Kreislaufzusammenbrüchen und anderen Blessuren behandelt und aus dem Lauf genommen werden.

Auch bei mir breiteten sich Schmerzen in den Knien, den Oberschenkeln und den Füßen aus….aber es hielt sich alles in Grenzen….selbst mein innerer Schweinehund verkniff sich das Bellen und blieb im Körbchen 🙂

Bei der Ankunft im Zielort Bornem – unter dem Applaus der zu diesen Zeitpunkt noch mäßigen Zuschauer – waren die Anstrengungen schnell vergessen….und meine Kinder, Julia und Sascha warteten auf mich. Gemeinsam liefen wir die letzten drei Kilometer….

und im Nachgang kann ich schreiben: dies mit meinen Kindern erlebt zu haben und die Zufriedenheit über das Erreichen des Ziels überflügelte jeden Schmerz.

Und wofür? Für ein Bier und eine Ananas

„Mit entsprechender Vorbereitung ist der Marsch machbar“auch joggend. Der Totenkopfmarsch ist ein unvergessliches Abenteuer und Erlebnis gewesen – mit vergänglicher Prämie: ein Bier und eine Ananas.